Warum mir Lehrlingsausbildung am Herzen liegt
Mein beruflicher Weg bei der SalzburgMilch hat – wie bei vielen anderen auch – ganz klassisch mit einer Lehre begonnen. Als Milchtechnologe bin ich direkt in die Praxis eingestiegen und habe nach der Lehrzeit zunächst in der Produktion gearbeitet. In diesen Jahren konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln und ein tiefes Verständnis für die Abläufe bei der SalzburgMilch gewinnen.
Nach einiger Zeit führte mich mein Weg weiter ins Labor. Dort lernte ich die analytische Seite der Milchwirtschaft kennen und vertiefte mein Wissen rund um Qualität, Prozesse und Produktabsicherung. Mit der Ausbildung zum Milchwirtschaftlichen Labormeister habe ich meine fachliche Ausbildung weiter ausgebaut und später auch Verantwortung als Laborleiter übernommen.
In der Lehrlingsausbildung begleite ich unsere Lehrlinge vom Start bis zum Ende ihrer Ausbildung. Ich organisiere und leite die Lehrlingsmodule und Workshops und kümmere mich um die Erstanmeldung zur Berufsschule. Außerdem bin ich Ansprechpartner für Lehrlinge, Eltern, Lehrlingscoaches und Ausbilder und habe immer ein offenes Ohr für Fragen oder Anliegen. Bei Lehrlingsmessen, Schulbesuchen und Veranstaltungen vertrete ich unser Unternehmen nach außen. Zusätzlich arbeite ich selbst als Ausbilder in der HR-Abteilung und begleite die Lehrlinge auch dort persönlich.
Der Mensch im Mittelpunkt
Mit der Zeit wurde mir jedoch immer klarer, dass mich neben der fachlichen Arbeit vor allem eines besonders interessiert: die Arbeit mit Menschen. Aus diesem Interesse heraus habe ich Weiterbildungen zum systemischen Coach (begleitet Menschen im beruflichen Kontext) und zum diplomierten Lebens- und Sozialberater sowie zur systemischen Supervision (reflektiert Arbeit, Rollen und Beziehungen) abgeschlossen. Diese Ausbildungen haben meinen Blick auf Menschen, Teamgefüge und Organisationen stark erweitert und prägen meine Arbeit bis heute.
Vom Fachbereich in die Personalentwicklung
Dieser Weg führte mich schließlich in die Personalabteilung, wo ich heute als Personalentwickler, Lehrlingsbeauftragter und im Betriebsrat tätig bin. Gerade die Kombination aus meiner fachlichen Ausbildung in der Milchwirtschaft und meinem Zugang zur Arbeit mit Menschen ist für mich besonders wertvoll. Ich kenne die Produktion, das Labor und Qualitätsmanagement aus eigener Erfahrung und weiß gleichzeitig, wie wichtig gute Begleitung, klare Kommunikation und persönliche Entwicklung sind.
Lehrlinge ernst nehmen
Wenn ich heute auf meinen eigenen Start ins Berufsleben zurückblicke, dann weiß ich sehr gut, wie es sich anfühlt, als junger Mensch ins Arbeitsleben einzutreten – motiviert, neugierig, aber auch unsicher. Gerade im Alter zwischen 14 und 17 Jahren prasseln viele neue Eindrücke, Erwartungen und Herausforderungen auf einen ein. Genau deshalb liegt mir die Arbeit mit Lehrlingen besonders am Herzen.
Viele Themen, die Lehrlinge beschäftigen, wirken von außen vielleicht klein oder werden manchmal belächelt. Für die jungen Menschen selbst sind sie jedoch von großer Bedeutung. Mir war und ist es deshalb immer ein großes Anliegen, Lehrlinge ernst zu nehmen, mit ihren Fragen, Sorgen und Ideen. Wenn ein Lehrling spürt, dass er gesehen wird und dass seine Meinung zählt, entsteht Vertrauen. Und Vertrauen ist die Basis für alles Weitere: Lernen, Entwicklung und Motivation.
Lehrlinge als wertvoller Teil des Ganzen
Ich begegne jungen Menschen bewusst ohne Vorurteile. Nicht das, was jemand noch nicht kann, steht für mich im Vordergrund, sondern das Potenzial, das in ihm steckt. Am meisten Freude bereitet mir, die Entwicklung während der Lehrzeit mitzuerleben: wenn fachliche Erfolge in der Berufsschule sichtbar werden, wenn Selbstvertrauen wächst und wenn aus Jugendlichen Schritt für Schritt Erwachsene werden, die Verantwortung übernehmen. Diese Entwicklung macht mich jedes Mal aufs Neue stolz.
Die Lehrlingsakademie – ein echtes Herzensprojekt
Ein echtes Herzensprojekt ist für mich unsere Lehrlingsakademie. Sie umfasst neun Module, die sich rund um Persönlichkeitsentwicklung, soziale Kompetenzen und den eigenen Beitrag zur Gesellschaft drehen. Zusätzlich ist es mir wichtig, dass unsere Lehrlinge unsere Leuchttürme, also die thematischen Schwerpunkte im Unternehmen, kennen: nämlich Produkte in Premiumqualität herzustellen, Tiergesundheit als oberstes Gebot zu sehen und Nachhaltigkeit aktiv zu leben. Das sind Werte, die uns als SalzburgMilch ausmachen und die wir gemeinsam tragen.
Gemeinsam Ausbildung gestalten
All das funktioniert jedoch nicht alleine. Meine Leidenschaft für die Lehrlingsausbildung teile ich mit rund 30 Ausbilderinnen und Ausbildern im Unternehmen. In jedem Bereich gibt es eigene Lehrlingscoaches und Ausbilder, die unsere Lehrlinge begleiten. So bekommen sie eine gute Ausbildung und lernen das ganze Unternehmen kennen. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei auch meine Kollegin Karoline Künast, die mich in meiner Abwesenheit vertritt und im Hintergrund viele organisatorische Themen rund um die Lehrverträge regelt. Gemeinsam kümmern wir uns außerdem um den gesamten Lehrlings-Recruiting-Prozess (Auswahl, Bewerbung, Gespräch, Entscheidung, Start) und stellen sicher, dass unsere Lehrlinge von Beginn an gut begleitet und strukturiert ins Unternehmen eingebunden werden.
Auszeichnung als Bestätigung