Das Herz von Familie Rohrmoser aus Großarl schlägt für eine Landwirtschaft, die nachhaltig, zukunftsfähig und fair ist – für Mensch und Tier. Rupert und Angelina Rohrmoser sehen ihren Hof nicht nur als Arbeitsplatz, sondern als Lebenswerk, das sie gemeinsam gestalten, weiterentwickeln und an die nächste Generation weitergeben wollen. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch Altbauer Anton, ohne dessen Hilfe und Unterstützung eine Bewirtschaftung des Hofes in dieser Form nicht möglich wäre. Neben fünfzehn Mutterschafen der hochgefährdeten Rasse „Alpines Steinschaf“ leben sieben Milchkühe und fünfzehn Jungrinder am Hof und die genießen ziemlich komfortable Bedingungen.
Ihr habt euch ja viele Gedanken gemacht, um die Lebensqualität eurer Kühe und Jungrinder aktiv zu fördern. Worauf habt ihr dabei speziell geachtet?
Der Weg zu unserem heutigen Haltungssystem war ein längerer Prozess. Von 2015 bis 2021 haben wir unseren alten Anbindestall in mehreren Bauphasen in einen modernen Laufstall mit großzügiger Kompostliegefläche umgebaut. Dabei war uns wichtig, den Altbestand sinnvoll zu integrieren – so blieben der alte Melkstand und die Kälberboxen erhalten, ergänzt durch neue, tiergerechte Elemente. Eine Besonderheit ist die unter der Kompostliegefläche verlegte Wasserleitung. Dadurch haben unsere Tiere immer temperiertes Trinkwasser. Diese Liegefläche ist weich, warm und trocken – ein Ort, an dem sich unsere Kühe und Jungrinder gerne ausruhen. Eingestreut wird mit Sägespänen aus einem nur 100 Meter entfernten Sägewerk, ein gutes Beispiel dafür, wie wir regionale Kreisläufe nutzen.
Und worauf legt ihr bei der Haltung der Kälber besonderen Wert?
Unsere Kühe kalben in der Herde und bleiben die ersten 24 Stunden bei der Mutter. Danach kommen sie in eine Kälberbox direkt hinter dem Melkstand – so bleiben Sicht- und Schnupperkontakt erhalten. In den ersten drei Wochen gibt es frische Vollmilch, so viel sie möchten. Anschließend kommen die Kälber in Gruppenhaltung mit Auslauf und Sozialkontakt zu älteren Tieren. Unsere Jungrinder und Kühe verbringen von April bis Oktober die meiste Zeit auf Weiden, unserer eigenen Alm und der Hochalm. Dort genießen sie frisches Gras, viel Bewegungsfreiheit und die klare Bergluft.
Nach dem Motto “Gemeinsam schmeckts noch besser” ist Fressen in eurem Stall ein Gruppenerlebnis, wie darf man sich das vorstellen?
Wir füttern auf einem mit Epoxidharz beschichteten Futtertisch, der leicht zu reinigen ist und das Futter frisch hält. Diesen teilen sich Jungrinder und Milchkühe – direkt gegenüber haben unsere Schafe ihren Fressbereich. Oft entstehen dabei lustige Blickduelle zwischen den Tieren. Die Kälber in Gruppenhaltung haben ihren eigenen kleinen Futtertisch und Heuraufen, sodass sie ungestört fressen können. Unsere Fütterung erfolgt mit einem stationären, elektrisch betriebenen Mischwagen, der hofeigene Silage, Heu und Ergänzungsfutter zu einer optimalen Ration mischt.
Und woher stammt das Heu, das ihr verfüttert?
Das stammt von einer artenreichen Magerwiese auf der Alm, die nur einmal im Jahr gemäht wird. Das dort gewonnene Kräuterheu ist wertvoll für die Tiergesundheit und wird vor allem an kranke oder frisch gekalbte Tiere verfüttert. Siloballen versuchen wir weitgehend zu vermeiden, indem wir unsere alten Tiefsilos wieder nutzbar gemacht haben. So sparen wir Folienmüll und nutzen bestehende Infrastruktur.
Ihr seht moderne Technik als willkommenes Instrument, um einerseits Arbeitsprozesse zu optimieren, aber auch um Tierwohl zu fördern. Inwiefern können diese Hilfsmittel Tiergesundheit unterstützen?
Ein weiterer wichtiger Baustein für Tierwohl und Zukunftsfähigkeit ist für uns die Gesundheitsüberwachung unserer Tiere. Wir haben im Stall Kameras installiert, sodass wir jederzeit – auch von unterwegs – nach dem Rechten sehen können. Unsere Kühe und Jungrinder tragen zudem einen Sender um den Hals. Dieses System überwacht Bewegungsmuster, Fress- und Wiederkauzeiten und gibt uns sofort Bescheid, wenn ein Tier vom normalen Verhalten abweicht. So können wir frühzeitig reagieren – oft, bevor sich eine Krankheit sichtbar zeigt. Für uns bedeutet das nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch weniger Stress und Leid für das Tier. Gerade in arbeitsintensiven Zeiten oder während der Weidesaison ist diese Technik eine wertvolle Unterstützung, um unser hohes Tierwohl-Niveau zu halten.
Bleibt bei all eurem Engagement für eure Tiere und euren Hof auch Zeit für euch über?
Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, auch für uns Freiräume zu schaffen. Deshalb gönnen wir uns von April bis September eine Melkpause. Um ein abruptes Trockenstellen zu verhindern, verbringen unsere Kühe diese Zeit auf den Weiden eines Partnerbetriebs, der auch das Melken übernimmt. Das entlastet uns als Familie enorm!
Als Familie Pommer 2024 einen eigenen Tunnel unter der öffentlichen Straße erbaute, um ihren Kühen einen direkten und sicheren Zugang zur Weidefläche zu ermöglichen, war noch nicht abzusehen, welche Freudensprünge dies bei den Tieren auslösen würde. Auch wenn so manche Unkenrufe an der Umsetzbarkeit des Projektes zweifelten, ließ die Familie von ihrem Vorhaben, ihren Kühen damit größtmögliche Bewegungsfreiheit zu bieten, nicht ab und fand für jedes Problem eine Lösung.
Ihr seid mit dem Tunnelbau ein durchaus ambitioniertes Projekt mit so manchem Stolperstein angegangen, habt aber jeden aus dem Weg räumen können. Woher habt ihr die Motivation genommen?
Wir waren sehr stark von dem Wunsch angetrieben, unseren Kühen mehr Auslauf, Platz, Komfort und natürliche Verhaltensmöglichkeiten zu bieten – ohne zu viel Technik, aber mit viel Praxisnähe. Der Bau des Tunnels war die ideale Lösung dafür. Seitdem gelangen unsere Kühe und Jungtiere rund um die Uhr zur Weide, zum Stall und zum Melkroboter. Einige sahen das Projekt als nicht realisierbar an, da Infrastruktur wie Wasser, Kanal, Glasfaser und ein kleiner Bachlauf, den Bauplatz durchquerten. Aber mit entsprechender Verlegung von Leitungen gelang es uns am Ende doch, den Tunnel zu errichten und heute sind wir froh darüber, das Projekt so hartnäckig verfolgt zu haben.
Und wie schaut nun der Alltag der Kühe auf der Weide aus?
Unseren Tieren stehen nun 20 Hektar Weide zur Verfügung, 7 Hektar haben wir mit massiven Holzzäunen eingezäunt, wodurch die Kälber nach der Geburt anfangs bei der Mutter bleiben und trinken können. Während der Vegetation kalben alle Kühe auf der Weide – ruhig, stressfrei und unter natürlichen Bedingungen. Durch die ständige Weidehaltung der Trockensteher mit viel Bewegung gibt es bei uns seit Jahren keine Schwergeburten mehr. Auch das Weiden von mehreren Tiergruppen nebeneinander ist möglich, ohne dass umgestellte Tiere zur alten Gruppe durchbrechen können, wie es zuvor mit einfachem Stromweidezaun und temperamentvollen Tieren passierte. Weitere Maßnahmen wie Tiefstroh-Liegeboxen, Weidehaltung für Jungvieh, manuelle Stroheinstreu von oben und strukturierte Gruppenhaltung runden unser Tierwohlkonzept ab und machen es arbeitswirtschaftlich sinnvoll und zukunftsfähig.
Ihr bemüht euch aber nicht nur um Tierwohl, sondern habt auch in eine nachhaltige Betriebsführung investiert um möglichst autark zu sein. Worauf legt ihr dabei euren Fokus?
Wie legen sehr viel Wert darauf möglichst energieeffizient zu arbeiten. Unser gesamte Wärmebedarf für Heizung, Warmwasser und Heutrocknung wird von unseren Hackschnitzelöfen und ausschließlich eigenem Hackgut aus unserem Wald gedeckt. Und die Stromversorgung wird zu über 80 Prozent von unserer 36kw PV-Anlage mit 75kw Stromspeicher betrieben.
Für Familie Brudl stehen artgerechte Kälberaufzucht am eigenen Hof und Betriebserfolg unmittelbar miteinander in Verbindung. Schließlich weisen Kälber, die kräftig, gesund und zufrieden heranwachsen auch eine höhere Milchleistung auf. Umso wichtiger war es der Familie beim Bau ihres Kälberstalles maximales Tierwohl bei allen Entscheidungen mitzudenken.
Warum spielt gerade die Kälberaufzucht bei euch so eine so zentrale Rolle und wie sah der Weg zum neuen Kälberstall konkret aus?
Die Kälber von heute sind die Milchkühe von morgen. Umso entscheidender ist, dass sie perfekte Voraussetzungen bekommen um sich gesund in einer artgerechten Umgebung entwickeln zu können. Deshalb haben wir uns viel Zeit für die Planung des Kälberstalles genommen. Wir haben viele andere Stallungen besichtigt und genau überlegt, was wir besser machen wollen. Unsere Vision war ein Kälberstall, der in allen Bereichen höchste Anforderungen erfüllt – bei Klima, Hygiene, Bewegungsmöglichkeiten und Arbeitswirtschaft. Im Herbst 2024 konnten unsere 40 Kälber schließlich in ihr neues Zuhause ziehen.
Und was macht euren neuen Kälberstall aus Sicht des Tierwohls besonders?
Schon der erste Haltungsabschnitt ist sehr flexibel gestaltet. Es gibt 14 Einzelbuchten, die sich dank mobiler Kunststoffwände schnell an die Anzahl der Tiere, ihren Entwicklungsstand und ihre Bedürfnisse anpassen lassen. Neugeborene kommen bei Bedarf direkt nach der Geburt in eine Wärmebox mit Infrarotplatte. Später können die Einzelbuchten problemlos zu Gruppenboxen umgebaut werden. Man merkt sofort, wie wohl sich die Kälber fühlen, wenn sie in der Gruppe sind.
Und ab wann kommen die Kälber dann in die Gruppenhaltung?
Ab der dritten Lebenswoche, dann leben sie in Gruppen von bis zu zehn Kälbern, was ihren physiologischen und verhaltensbedingten Bedürfnissen entspricht. Besonders wichtig ist uns, dass sie sich auch im Außenbereich bewegen können. Dort gibt es einen Wiesenabschnitt mit Holzzaun. Die Kälber nehmen dieses Angebot sehr gut an – sie gehen gerne hinaus, bewegen sich frei und zeigen ein natürliches Verhalten.
Hygiene und Stallklima spielen für die Gesundheit der Kälber eine entscheidende Rolle, worauf habt ihr dabei besonders geachtet?
Hygiene ist für gesunde Kälber extrem wichtig – sowohl bei der Fütterung als auch bei der Aufstallung. Wir misten den Liegebereich regelmäßig mit dem Hof-Traktor aus und reinigen ihn mit dem Hochdruckreiniger. Danach wird großzügig mit Stroh eingestreut und die Kälber haben wieder ein „frisches Bett“. Ein besonderes Anliegen war uns außerdem die Luftqualität. Deshalb haben wir in eine Be- und Entlüftungsanlage investiert, die für eine geregelte Luftbewegung und ein gleichmäßiges Stallklima sorgt. Ein wichtiger Schritt, um Atemwegserkrankungen vorzubeugen – das bestätigt uns jeden Tag, dass diese Entscheidung richtig war.
Hat sich auch bei der Fütterung der Kälber etwas verändert?
Unsere Kälber bekommen schon immer in den ersten Lebensstunden 3 bis 4 Liter hochwertiges Kolostrum, also Biestmilch – das ist für uns selbstverständlich. Danach werden sie mit angesäuerter Vollmilch ad libitum über das Milchtaxi getränkt. Frisches Wasser, Bio-Kälbermüsli in Aluschüsseln, bestes Heu und ein Salzstein stehen jederzeit zur Verfügung. Dank des neuen Kälberstalles, in dem man vor Wind und Wetter geschützt ist, ist es eine Freude, den Kälbern all das bieten zu können.
Der ideale Stall sollte vielerlei Bedürfnisse abdecken – die der Tiere sowieso und die der Menschen idealerweise auch. Wie aber bringt man perfekt durchdachte Arbeitsabläufe und täglich gelebtes Tierwohl unter einen Hut oder besser, unter ein Dach? Familie Oberascher hat sich vor dem Neubau ihres Jungviehstalles und dem Umbau ihres Milchviehstalles intensiv mit dieser Frage beschäftigt.
Mit der Entscheidung zum Neubau des Jungviehstalls wolltet ihr euren Kühen mehr Platz und Comfort bieten und euch selbst die tägliche Arbeit im Stall erleichtern. Was war die Ausgangslage und was hat sich dann konkret verändert?
Davor waren die Kalbinnen in mehreren Abteilen und an verschiedenen Orten am Betrieb aufgeteilt, das Füttern und Einstreuen war arbeitsintensiv, oft mussten wir die Tiere umstallen. Um Baukosten zu sparen, haben wir die Hülle des alten Jungviehstalles genutzt. Wir haben dann einen überdachten Futtertisch und auch überdachte Liegeboxen gebaut, alles andere ist eigentlich ein planbefestigter Auslauf. Die Kühe passen ihr Verhalten an die jeweilige Wetterlage an, wenn es etwa sehr heiß ist und ein Gewitter kommt, suchen sie das Freie und kühlen sich gerne im Regen ab. Bei Starkregen oder niedrigen Temperaturen gehen die Kühe aber auch gerne wieder ins Trockene. Um die Tiere vor kaltem Ostwind zu schützen, haben wir ein Windschutznetz angebracht, das im Frühling aufgerollt wird.
Und wie nutzt ihr jetzt das Altgebäude?
Im Altgebäude wurde eine großzügige Abkalbe- und Krankenbox mit Sägespänen eingerichtet. Im ehemaligen Jungviehstall befindet sich nun ein Kippstand zur Klauenpflege, lahme Kühe werden direkt vom Roboter selektiert und werden sofort behandelt. Zusätzlich wurde ein 5 Meter breiter, planbefestigter Laufgang mit Liegeboxen integriert, der mehrmals täglich gereinigt wird und durch ein Rautenmuster gute Laufbedingungen bietet. Für alle Kühe gibt es mit einem Kalk-Stroh-Gemisch eingestreut “Doro-Zimmermann-Liegeboxen”, in denen sie bequem aufstehen können.
Ihr zieht eurer Jungvieh direkt am Hof im neu errichteten Stall groß, was war euch beim Bau dieses Stalles besonders wichtig?
Wir haben uns für einen einfachen Tieflaufstall mit planbefestigtem Laufgang entschieden. Die nach Süden ausgerichtete Pultdachhalle bietet Platz für 60 Tiere. Wir wollten die Tiere in 3 Gruppen einteilen, die wir mit Teleskoptüren abtrennen und beim täglichen Entmisten des Laufgangs zurück in die Tieflauffläche führen können. Die erste Gruppe besteht aus den kleinen Kalbinnen, ab etwa 12 bis 13 Monaten kommen diese dann in die zweite Gruppe, wo sie mit Halsband und Transponder ausgestattet werden. Trächtige Tiere kommen bis 8 Wochen vor Geburtstermin in die dritte Gruppe, danach in den Trockensteher-Stall, um sich an die Herde zu gewöhnen und eine andere Ration zu erhalten. Wir sind überzeugt, dass sich das Jungvieh auf Stroh am besten entwickelt. Die Tiere sind absolut sauber und liegen so, wie es ihnen bequem ist.
Und wie hat sich seit dem Bau der Arbeitsaufwand für euch verändert?
Der hat sich deutlich verringert, eigentlich kann die Arbeit nun von einer Person allein erledigt werden. Wir fahren morgens mit dem Lader und schieben den Laufgang ab, gleichzeitig werden die Tränken gereinigt und die Tiere auf Lahmheiten oder sonstige Probleme kontrolliert. Mittels Einstreugerät wird jeden Morgen eingestreut und das Futter mit dem Lader angeschoben. Abends wird der Futtertisch gereinigt und das Futter frisch vorgelegt.
Auf eurem Hof hat sich nicht nur baulich viel getan, ihr habt auch eure Kuhherde vergrößert, wie kam es dazu und welche Pläne habt ihr für die Zukunft?
Vor dem Umbau hatten wir nur einen Melkroboter, das war eindeutig zu wenig, wir waren mit der Melkleistung nicht zufrieden. Deshalb haben wir einen weiteren Roboter in den alten Jungviehstall eingebaut. In Kombination mit dem verbesserten Tierkomfort und Platzangebot und der Reduktion von Hitzestress gelang es uns die Milchleistung deutlich zu steigern. Es läuft also gut – für die Kühe, aber auch für uns! Deshalb möchten wir die Herde auf rund 100 melkende Kühe erweitern, wobei jede Kuh ihre eigene Liegebox und ihren eigenen Fressplatz haben wird.
Wie gelingt es, einen Bio-Betrieb im steilen Berggebiet zukunftsfit zu machen? Familie Fritzenwallner hat unter Beweis gestellt, dass es auch unter herausfordernden Bedingungen möglich ist, Nachhaltigkeit und Tierwohl miteinander zu verbinden und dabei auch wirtschaftliche Interessen zu berücksichtigen.
Ihr führt euren Bio-Betrieb seit 2016 und habt in den letzten Jahren enorme bauliche und organisatorische Herausforderungen gemeistert. Was hat euch dazu motiviert, trotz steilem Gelände auf 1300 Metern und laufendem Betrieb an einem so großen Umbau festzuhalten – statt einen kompletten Neubau zu errichten?
Für uns war schnell klar, dass der Altbestand eine sehr gute Substanz hat und es schade wäre, diese aufzugeben. Uns war wichtig, Bestehendes wertzuschätzen und sinnvoll weiterzuentwickeln. Die größte Motivation war aber, einen Stall zu schaffen, der sowohl für uns als auch für unsere Tiere langfristig funktioniert – hell, mit steuerbaren Fensterflächen, gut belüftet und stressarm. Auch wenn der Weg dorthin anspruchsvoll war, hat sich die Entscheidung absolut richtig angefühlt.
Wie sorgt ihr für Tierwohl in den unterschiedlichen Lebensphasen eurer Rinder?
Tierwohl beginnt bei uns vom ersten Lebenstag an. Unsere Kälber wachsen in weichem Tiefstreu im Offenfront mit Auslauf auf, sie werden vier Monate lang mit Milch getränkt und haben jederzeit Zugang zu Heu und frischem Wasser. Die Kalbinnen leben im luftigen Liegeboxenlaufstall und im Sommer geht es für sie auf die Alm. Unsere Kühe genießen großzügige Maxiboxen mit Komfortbügeln, werden stressfrei über den Fütterungsroboter versorgt und verbringen den Sommer auf der Weide.
Nachhaltigkeit spielt in eurem Betrieb eine zentrale Rolle – wie hat sich diese konsequente Ausrichtung auf euren Arbeitsalltag und das Wohl eurer Tiere ausgewirkt?
Wir haben einen großen Hoch-Silo aus Holz aufgestellt und diesen mit Photovoltaikplatten verkleidet. Dadurch entfallen jetzt Investitionen in Wickeldienste und auch die daraus resultierenden Müllberge an Folien. Durch die Installation der PV-Anlage inklusive Speichermöglichkeit können wir uns jetzt fast ausschließlich selbst mit Strom versorgen. Um die Gülle maschinell zu verteilen, haben wir eine entsprechende Gülle-Verschlauchung mit bodennaher Ausbringung investiert. All diese Maßnahmen haben unseren Alltag deutlich erleichtert. Wir sparen viel Arbeitszeit, sind unabhängiger und können uns fast selbst mit Strom versorgen. Gleichzeitig profitieren unsere Tiere enorm vom neuen Stallklima und der ruhigen Umgebung. Am Ende genießen wir alle – Mensch und Tier – die Arbeit im neuen Stall, und genau das zeigt uns, dass wir unseren Betrieb zukunftsfit aufgestellt haben.
Tierwohl ist am Hof von Familie Ruspeckhofer kein Schlagwort, sondern gelebter Alltag, denn hier entscheiden die Kühe selbst über Weidegang, Melkzeiten und Ruhephasen. Der Hof ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie moderne Technik und innovative Stalllösungen zu mehr Tierwohl führen und ganz nebenbei die Zukunftsfähigkeit des Betriebes sichern.
Tierwohl spielt auf eurem Betrieb eine zentrale Rolle. Wie zeigt sich das konkret im Alltag eurer Kühe?
Tierwohl war für uns immer selbstverständlich. Unsere Kühe leben seit rund 30 Jahren in einem Laufstall und seit jeher in Weidehaltung und unsere Kälber in Tiefstreuställen mit Auslauf. Uns ist wichtig, dass die Tiere Platz, Ruhe und Bewegungsfreiheit haben. Mit dem Melkroboter, den wir seit fünf Jahren einsetzen, können die Kühe selbst entscheiden, wann sie gemolken werden. Dadurch entstehen ruhige Abläufe ohne Zwang, was Stress deutlich reduziert und sich positiv auf Gesundheit, Verhalten und Wohlbefinden der Tiere auswirkt.
Mit einer eigenen Unterführung habt ihr euren Kühen einen sicheren Zugang zur Weidefläche ermöglicht, was war die Motivation dahinter?
Unsere gesamte Weidefläche liegt auf der anderen Seite einer mittelstark befahrenen Straße. Früher haben wir die Herde zu fixen Zeiten über die Straße getrieben und später wieder zurück in den Stall. Das war zeitintensiv, mühsam und mit Risiken verbunden – für uns, für die Kühe und für die Verkehrsteilnehmer. Mit der Unterführung unter der Straße haben wir diese Herausforderung nachhaltig gelöst. Die Kühe können nun selbstständig, sicher und ohne Stress auf die Weide gehen. Ergänzt wird das System durch ein automatisches Selektionstor, das mit dem Melkroboter kommuniziert und die Tiere je nach Melkstatus in den Stall oder auf die Weide leitet.
Welche Vorteile bringt dieses System aus Sicht des Tierwohls und der Zukunftsfähigkeit?
Der größte Vorteil ist die Selbstbestimmung der Tiere. Bei uns herrscht freier Kuhverkehr rund um die Uhr: Die Kühe entscheiden selbst, wann sie fressen, liegen, melken oder auf die Weide gehen. Das fördert das natürliche Verhalten, stärkt das Sozialgefüge in der Herde und reduziert Stress spürbar. Gleichzeitig bringt das System große Vorteile für die Arbeitswirtschaft und die Sicherheit. Unser Umbau zeigt, dass sich Tierwohl, moderne Technik und wirtschaftliches Arbeiten sehr gut verbinden lassen – ein zukunftsorientiertes Modell, das auch für andere Milchviehbetriebe übertragbar ist
Was haben Steinhaufen, Lacken und Brennnessel-Streifen mit Nachhaltigkeit zu tun? Mehr als man denken würde, wie Familie Grünwald mit ihrer Hofführung beweist. Die Förderung von Artenvielfalt und bedrohter Nutztiere und der effiziente und schonende Umgang mit Ressourcen – all das liegt der Familie am Herzen. Ihr Betrieb ist ein Paradebeispiel dafür, dass es sich lohnt, auch bei den kleinsten Entscheidungen, abzuwägen, welche Auswirkungen diese auf Umwelt, Tier und Mensch haben. Schließlich macht die Summe aller Teile das Ganze aus!
Wenn man auf eurem Hof ankommt, meint man auf der Arche Noah gelandet zu sein. Hier gibt es Schweine, Ziegen, Hühner, Ponys, Pfaue, Katzen, Hasen und Original Pinzgauer Rinder und sogar Bio-Bienen. Und sogar österreichische Landenten mit und ohne Haube! Außerdem habt ihr euch ganz bewusst für eine besonders nachhaltige Bewirtschaftungsform entschieden und betreibt euren Hof seit 1993 biologisch. Ihr habt also immer viel zu tun!
Allerdings! Außerdem bewirtschaften wir noch Wiesen, Weiden, Wald und eine gepachtete Alm und sind ein Urlaub am Bauernhof Betrieb.
Nachhaltigkeit spielt bei euch in vielen Bereichen eine zentrale Rolle. Könnt ihr das genauer skizzieren?
Über die Jahre ist bei uns ein ganzheitliches System entstanden, das auf vielen bewussten nachhaltigen Entscheidungen wurzelt. Unser Augenmerk liegt dabei auf Tierwohl und Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und Direktvermarktung, aber auch auf technischen und energetischen Innovationen. Besonders am Herzen liegt uns zudem die Förderung von Lebensräumen und Artenvielfalt. Generell setzen wir dabei auf die Kombination von traditionellem Wissen und moderner, naturnaher Technik, um eine innovative, zukunftsgerichtete Betriebsweise sicher zu stellen. Wir versuchen so autark wie möglich zu leben und vermeiden Zukäufe und Transportwege durch Eigenversorgung. So haben wir etwa in eine hofeigene Pflanzenkläranlage und eine Photovoltaikanlage mit Speicher investiert und für den Betrieb unserer Hackschnitzelheizung verwenden wir Holz aus dem eigenen Wald.
Und wie haltet ihr eigentlich eure Kühe?
Zur Fütterung unserer Kühe verwenden wir ausschließlich kraftfutterfreies Grundfutter vom eigenen Hof. Die Kälber werden bei uns in einer Gruppenbox gehalten und ad libitum gefüttert. Unsere Laufstall beherbergt aktuell 21 Kühe, dieser wurde 2017 mit Holz aus dem eigenen Wald errichtet und verfügt über eigene Liegeboxen. Die Rinder fressen im Stallgebäude und schlafen und trinken im Freien. Damit wir mit dem Wind keine Probleme haben, ist die Liegeboxenhalle zwischen Haus und bestehendem Stallgebäude gebaut worden. Rund um die Liegeboxen befindet sich der Auslauf. In unserem Stall findet man Vulkangesteinsmehl und effektive Mikroorganismen, beides wird der Gülle hinzugegeben.
Wenn man euren Betrieb besichtigt, wird spürbar, dass ihr aber auch ein ganz besonderes Faible für Tiere habt. Für kleine aber auch große, für bekannte Rassen, wie auch für seltene. Ihr wurdet sogar zum offiziellen ARCHE Hof gekürt. Mit welchen Maßnahmen fördert ihr die Artenvielfalt?
Auf unserem Hof haben seltene und bedrohte Arten wie das Pinzgauer Rind, die dunkle Biene und die österreichische Landente mit und ohne Haube ein Zuhause gefunden. Außerdem achten wir ganz bewusst darauf, auch den kleinsten Lebewesen wie Insekten, Fröschen oder Schwalben ihren Raum zu lassen, sie finden bei uns in Steinhaufen, Streuwiesen, Biotopen und Brennnessel-Streifen einen ungestörten Unterschlupf. So haben wir erst 2025 extra 2 Froschlacken mit dem Bagger ausgehoben und lassen die Brennessel-Stauden im Gehege der Zwergziegen bewusst stehen, um Raupen einen Lebensraum zu bieten. Rund um den Hof findet man rund 30 Schwalbennester und wo es nur geht, hängen wir Vogelhäuser auf.
Hinter all diesen vielen Bemühungen steckt eine Menge an Idealismus. Was treibt euch an?
Das ist ganz klar der Gedanke, für etwas zu arbeiten und zu leben, das von Bestand ist! Unser System funktioniert im Kreislauf, mit eigenen Ressourcen, mit angepassten Tieren und gesunden Lebensmitteln. Wir investieren in Erhalt, nicht in Masse – und wir zeigen mit unserem Betrieb, dass eine kleinstrukturierte, biologische Landwirtschaft nicht nur möglich, sondern auch lebenswert ist!
PS: Wie Familie Grünwald den Schwalben in Zeiten der zunehmenden Trockenheit bei der Beschaffung von Baumaterial für ihrer Nester hilft, erfahren Sie in diesem Video.
Am Daxerhof in Strasswalchen ist Nachhaltigkeit kein Trend, sondern seit Generationen gelebte Praxis. Isabella und Lukas Übertsberger bewirtschaften ihren Bio-Heumilchbetrieb mit dem klaren Ziel, ökologisch, wirtschaftlich und sozial zukunftsfähig zu bleiben. Der Familienbetrieb verbindet dabei bewusst Tradition mit moderner Technik – immer mit Blick auf Tierwohl und Ressourcenschonung. Auf dem Hof leben rund 90 Milchkühe und etwa 40 Stück Jungvieh. Bewirtschaftet werden 90 Hektar Dauergrünland sowie fünf Hektar Wald. Die Eltern der Betriebsführerin helfen noch fleißig mit und auch die nächste Generation wächst bereits mit der Landwirtschaft auf.
Ihr habt euch bei der Bewirtschaftung eures Hofes ganz dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben – was bedeutet das ganz konkret im Alltag?
Schon 1993 stellten meine Eltern mit dem Bau eines Laufstalles auf Bio um. Seither wurde der Stall schrittweise erweitert – immer bio-konform und mit Blick auf Ressourcenschonung. Unser Ziel war es, vorhandene Gebäude optimal zu nutzen und Ressourcen zu schonen. Bestehende Gebäude und Überdachungen wurden einfach weitergenutzt und das Bauholz stammt aus unserem eigenen Wald. So haben wir Bodenversiegelung vermieden und gleichzeitig auch unsere wirtschaftlichen Interessen gewahrt.
Auch Tierwohl spielt bei euch eine zentrale Rolle, inwiefern profitieren eure Kühe von den baulichen Maßnahmen?
Unser Stall bietet den Tieren deutlich mehr Platz als vorgeschrieben. Breite Laufgänge, Gummimatten, saubere Liegeboxen, viel Licht, frische Luft, automatisch gesteuerte Lüfter und Kuhbürsten sorgen dafür, dass sie sich wohlfühlen. Die Kühe und das Jungvieh können frei zwischen Stall, Auslauf und Weide wählen und der Weidegang von März bis Oktober ist für uns selbstverständlich.
Genau hinzusehen ist Teil eures Erfolgskonzeptes. Warum ist es wichtig, abweichendes Verhalten schnell zu identifizieren?
Eine gesunde, langlebige Herde ist für uns von zentraler Bedeutung. Möglich ist das nur durch gutes Management und genaue Tierbeobachtung. Jede Kuh hat ihren eigenen Charakter – Abweichungen im Verhalten erkennen wir früh. Dadurch können wir einschreiten, bevor aus kleinen Problemen große werden können. Wir setzen konsequent auf Vorbeugung und alternative Behandlungsmethoden. Antibiotika kommen bei uns während der Laktation bei Euterentzündungen nicht mehr zum Einsatz, was Sperrmilch vermeidet. Beim Trockenstellen arbeiten wir gezielt und nur nach bakteriologischer Untersuchung. Ganz nach dem Motto: Weniger Eingriffe, dafür mehr Aufmerksamkeit – das ist unser Ansatz.
Und worauf achtet ihr bei der Fütterung der Kühe?
Unser Milchproduktion basiert fast ausschließlich auf hochwertigem Grundfutter. Mit einer hohen Grundfutterleistung und sehr geringem Kraftfuttereinsatz nutzen wir unsere eigenen Ressourcen optimal. Durch eine moderne, energieeffiziente Heubelüftung – betrieben mit eigenem Sonnenstrom – sorgen wir für eine hohe Heuqualität. Und unsere Biodiversitätsflächen liefern zusätzlich wertvolles Futter für Jungvieh und Trockensteher.
Ihr setzt auf Eigenversorgung und erneuerbare Energie – warum ist diese Unabhängigkeit für die Zukunft eures Hofes so wichtig?
Nachhaltigkeit heißt für uns auch Zusammenarbeit. Indem wir Maschinen mit anderen Bauern aus der Umgebung gemeinschaftlich nutzen, reduzieren wir vor allem die Anschaffungskosten. Besonders stolz macht uns aber, dass unser Betrieb heute energieautark ist. Durch die Investition in unsere eigene Photovoltaikanlage mit Speicher und Maschinen, die mit erneuerbarer Energie versorgt werden, gelang es uns fossile Brennstoffe einzusparen. Und unser E-Einstreuroboter im Stall spart viele Liter Diesel – jeden Tag!
Euer Hof ist auch ein Ort der Begegnung und des Austausches, warum ist euch das so wichtig?
Bei uns sind Schulklassen, Kindergärten, Spaziergänger und Fachkollegen immer willkommen. Denn wir geben gerne unsere Erfahrungen an andere weiter, um zu vermitteln, dass man mit konsequent gelebter Nachhaltigkeit und Respekt gegenüber Tier und Natur auch für kommende Generationen einen lebenswerten Arbeitsplatz erschafft.
Familie Schuster versteht ihren Hof nicht nur als Ort der landwirtschaftlichen Arbeit, sondern als Ort zum Durchatmen, Entdecken und Verstehen. Gäste können das bäuerliche Leben hier hautnah erleben – im Stall, auf dem Feld oder bei der Tierpflege - und sich dabei ganz nebenbei ein Bild davon machen, wie selbstverständlich sich hier der nachhaltige Gedanke in das tägliche Tun integriert.
Nachhaltigkeit ist ein vielzitierter Begriff. Was bedeutet er für euch jenseits von Labels und Zertifikaten?
Für uns ist Nachhaltigkeit eine Haltung. Wir wirtschaften seit 1993 biologisch und setzen auf eine naturnahe extensive Bewirtschaftung, die Bodenfruchtbarkeit, Förderung der Artenvielfalt, Biodiversität und geschlossene Kreisläufe in den Mittelpunkt stellt. Eine verantwortungsvolle und nachhaltige Unternehmensführung ist für uns selbstverständlich. Durch laufende Fortbildungen erweitern wir unser Wissen und ermöglichen innovative Lösungen. Auf unserem Hof leben verschiedene Tierarten – diese Vielfalt macht uns besonders stolz.
Was ist euch persönlich in puncto Tierwohl wichtig?
Tierwohl ist ein zentraler Aspekt unserer nachhaltigen Milchwirtschaft. Es umfasst sowohl die physische Gesundheit als auch das Wohlbefinden der Tiere. Eine artgerechte Haltung, saubere Liegeflächen, ausreichend Platz, täglicher Auslauf bzw. Weidegang, Zugang zu Wasser und Futter sowie regelmäßige Tierkontrollen sind grundlegende Voraussetzungen für unsere Tiere, ebenso wie eine regelmäßige Klauenpflege, Kühbürsten, ein fürsorglicher Umgang und ein funktionierendes Melksystem. Unsere Kühe leben in einem tierfreundlichen Liegeboxenlaufstallsystem mit Auslauf (viel Stroh und natürlicher Umgebung – streichen) und unsere Kälber wachsen muttergebunden oder mit Ammen auf und genießen ab dem 3. Tag gemeinsam mit den Kühen Weidegang während der Vegetationsperiode.
Auch beim Klima- und Ressourcenschutz setzt ihr viele Hebel an. Was sind liegen die wichtigsten Maßnahmen?
Wir erzeugen unsere Energie überwiegend selbst – mit Photovoltaik und einer Holzheizung, die mit Holz aus unserem eigenen Wald gespeist wird – und nutzen Wasser aus einer hofeigenen Quelle. Emissionsarme Düngung, energieeffiziente Technik, langlebige Maschinen und regenerative Bodenbewirtschaftung helfen uns, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig die Produktivität langfristig zu sichern. Wir verwenden außerdem effektive Mikroorganismen zur nachhaltigen Bodenverbesserung. Durch diese Methode der regenerativen Landwirtschaft werden Nährstoffe und Wasser besser gespeichert und die Bodengesundheit gefördert (und die landwirtschaftliche Produktivität langfristig gesichert – streichen da oberhalb schon erwähnt). Aber auch die Nutzung von vorwiegend biologisch abbaubaren Mitteln bei der Reinigung, die bewusste Abfalltrennung und Müllvermeidung tragen dazu bei, die Umwelt zu schonen.
Biodiversität ist ein zentrales Thema auf eurem Hof. Wie verbindet ihr Landwirtschaft und Naturschutz?
Unser Hof ist bewusst als vielfältiger Lebensraum gestaltet – mit Streuobstwiesen, Biotopen, Kräuterbeeten, Steinhaufen, Hecken und artenreichen Wiesen. Durch extensive Weidehaltung, abgestuften Wiesenbau und überwiegende Heufütterung im Winter fördern wir gezielt die Biodiversität und reduzieren gleichzeitig Transportwege durch betriebseigenes Futter. Baumgruppen, Wälder und eine eigene Naturschutzfläche bieten Schutz und Rückzugsräume für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen.
Welche Rolle spielen Wald und Almwirtschaft?
Unsere Wälder forsten wir klimafit mit verschiedenen Baumarten auf – allein 2024 haben wir 1.500 Bäume gepflanzt. Umliegende Felsformationen, Feldgehölze und Nistplätze im Stall schaffen zusätzliche Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Unsere Jungrinder und Kühe verbringen von Mai bis Oktober die Zeit auf unserer eigenen Alm und einer Gemeinschaftshochalm, wo sie Bewegungsfreiheit und frische Bergluft genießen können. Die bewirtschafteten Almen spielen für die Biodiversität zudem eine wichtige Rolle.
Als Urlaub am Bauernhof Betrieb setzt ihr außerdem auf Bildungsarbeit. Warum ist euch das wichtig?
Wir möchten ein inspirierender österreichischer Landwirtschaftsbetrieb sein, der Nachhaltigkeit auf allen Ebenen vorlebt: in der Tierhaltung, der Landbewirtschaftung, der Energieversorgung, der sozialen Verantwortung und im täglichen Leben. Als Urlaub am Bauernhofbetrieb und Green Care Auszeithof schaffen wir am Maurachgut Raum für Erholung, Lernen und echte Begegnungen. Denn wir sind überzeugt: Nur was man kennt, kann man schützen – und nur was man mit Liebe macht, bleibt. Daher haben wir zur Wissensvermittlung zahlreiche Informationstafeln über Tierarten und das Leben am Bauernhof am gesamten Hofgelände montiert.
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