Milch mit Butter erhitzen.
Mehl (Laufener Landweizen) mit einer Prise Salz mischen, mit dem heißen Milch-Butter-Gemisch übergießen und vermengen, bis ein fester Teig entsteht.
In einer Eisenpfanne Butter erhitzen und den Teig anbraten und in kleine Stücke reißen.
Am Schluss je nach Geschmack Beeren oder Kirschen unterheben und diese noch kurz miterwärmen.
Mit Staubzucker bestreuen.
Was ist Muas eigentlich?
Muas (im Pinzgauer Dialekt auch „Miasl“ oder „Miasei“) ist ein rustikales Pfannengericht aus der Salzburger Bauerntradition. Anders als ein klassischer Schmarren wird das Muas nicht aus einem flüssigen Teig gebacken, sondern aus Mehl, das mit kochender Milch oder Wasser überbrüht und dann in reichlich Butter in einer Eisenpfanne langsam geröstet wird. Mit einem sogenannten „Muaser“ (einem schmalen Pfannenwender) wird die Masse dabei fortlaufend zerteilt und gewendet, bis eine grob-bröselige, goldbraune Struktur entsteht. Bauernmuas wurde früher fast täglich gekocht, weil es mit wenigen Vorratszutaten auskommt und ausreichend Kraft für die schwere Arbeit am Feld gab.
Muas kochen: Worauf es ankommt
Beim Muas kochen ist Geduld gefragt. Die Milch muss wirklich kochend heiß über das Mehl gegossen werden, damit der Teig sofort bindet und die richtige Konsistenz bekommt. In der Pfanne braucht das Muas dann bei mittlerer Hitze 20 bis 30 Minuten, in denen es ständig gewendet und zerkleinert wird. Zu hohe Hitze lässt das Muas zu dunkel werden, zu niedrige Hitze macht es zäh statt knusprig. Eine gusseiserne Pfanne oder Eisenpfanne eignet sich am besten, weil sie die Hitze gleichmäßig verteilt. An Butter darf nicht gespart werden: Traditionell soll das Schmalz etwa einen halben Zentimeter hoch in der Pfanne stehen. Als Beilage passt Apfelkompott oder Apfelmus.