Verdauung von Milcheiweiß problemlos

Milcheiweiß könne vom Menschen nicht verdaut werden, weil ein dem Labenzym von Kälbern ähnliches Enzym fehle – so die Theorie vieler Milchkritiker. Tatsache ist, dass im Magensaft von Kälbern und anderen jungen Wiederkäuern dieses Verdauungsenzym (auch Rennin bzw. Chymosin genannt) die Eiweißverdauung einleitet. Die Milch gerinnt dadurch und der Abfluss aus dem Magen verzögert sich. So bleibt den weiteren Verdauungsenzymen mehr Zeit, die Milchbestandteile aufzuspalten. Säuglinge besitzen ein ähnliches eiweißspaltendes Enzym (= Gastricin). Beim Erwachsene hingegen bewirkt die Magensäure diese Ausfällung des Milcheiweißes. Die eigentliche Milchverdauung bewerkstelligen andere Enzyme aus Magen, Bauchspeicheldrüse und Darmschleimhaut, die (auch im Verdauungstrakt Erwachsener) eine fast 100%ige Verwertung des Milcheiweißes ermöglichen. Somit bleiben nach dem Genuss von Milch keine "Rückstände", die zu einer Verschleimung oder Verklebung des Körpers führen könnten.